Zweistelliges Wachstum im Corona-Jahr 2020

GARANT Gruppe setzt Wachstumskurs weiter fort

Die GARANT Gruppe aus Rheda-Wiedenbrück verzeichnete im Jahr 2020 insgesamt ein Umsatzwachstum von + 15,5 Prozent zum Vorjahr. Dabei konnte die Verbundgruppe in allen Geschäftsbereichen (Wohnen und Schlafen, Küche sowie SHK-Handwerk) einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Allen Widrigkeiten der Pandemie zum Trotz konnte die Marketing- und Einkaufs-Verbundgruppe für den Mittelstand ihren nachhaltigen Wachstumskurs mit einem erneuten Rekordjahr weiter fortsetzen. Mit einem Umsatzwachstum von 15,5 Prozent steigerte der Verband im vergangenen Jahr seine Leistung durch alle Segmente hinweg. Der anhaltende Bauboom sowie der spürbare Trend des Cocoonings sorgten im Corona-Jahr 2020 für eine starke Nachfrage in allen Warengruppen.

Geschäftsführer Torsten Goldbecker betrachtet zusätzlich zwei weitere Aspekte als maßgeblich für die sehr erfreulichen Entwicklungen. „Natürlich hat die Möbelbranche gerade nach dem ersten Lockdown von der Umverteilung der privaten Budgets profitiert. Wo Urlaube ausfielen und sich das Leben zunehmend in das eigene Zuhause verlagerte, waren sowohl der Bedarf als auch die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden, um in die Einrichtung zu investieren“, so seine Einschätzung. „Andererseits hat die GARANT Handelsstruktur stärker als andere Vertriebsstrukturen von der klar erkennbaren Tendenz zum spezialisierten Fachhandel profitiert. Der Endkunde schätzt die persönliche Beratung und Servicekompetenz sowie die Qualität, Wertigkeit und Individualität der Sortimente im Fachhandel.“

Dort, wo der Kundenkontakt teilweise über Monate nur online stattfand, diente das umfangreiche Digital-Marketing-Angebot der GARANT Gruppe als wichtiges Instrument in der Kundenkommunikation für die GARANT Partner. So wurde etwa die Online-Planung frühzeitig in den Fokus gerückt und verbandsseitig unterstützt.

Starke Entwicklung der GARANT Spezialverbände

Neben dem Rückenwind aus dem Markt sorgte die starke Aufstellung und Entwicklung der GARANT Spezialverbände dafür, dass die GARANT Gruppe ihren Wachstumskurs auch im 7. Jahr in Folge ungebremst und erneut deutlich über dem Gesamtmarktniveau fortsetzen konnte. Damit legte der Verband über diesen gesamten Zeitraum hinweg insgesamt um deutlich mehr als 50% zu.

GARANT Geschäftsführer Jens Hölper erklärt: „Die Küche ist und bleibt das neue Statussymbol. Kein Wunder also, dass dieser Trend gerade in einem Jahr, in dem sich das Sozialleben vornehmlich auf die eigenen vier Wände konzentrierte, noch einmal verstärkt wurde. So konnte GARANT Küchen Areal um 19,4% wachsen. Darüber hinaus haben unsere Partner und wir auch in allen anderen Geschäftsfeldern und Warengruppen eine sehr erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen – verbunden mit einer hohen Ausgabebereitschaft der Konsumenten und in der Folge einer deutlichen Tendenz zum ‚Trading up“ bei den verkauften Produkten. Im Geschäftsfeld Wohnen und Schlafen, das ebenfalls zweistellig um 11,9% gewachsen ist, haben insbesondere der Bettenbereich sowie die Polstermöbel hiervon überproportional stark profitiert. Und, last but not least, waren bei unseren Partnern von GARANT Bad + Haus bei einem Plus von 7,7% insbesondere die staatlich geförderten, energetischen Sanierungen im Heizungsbereich – trotz eigentlich voll ausgelasteter Kapazitäten in den Betrieben – der wesentliche Wachstumstreiber.“

Ausblick auf das Jahr 2021

Dank zahlreicher Auftragsüberhänge aus 2020 ist auch das Jahr 2021 für die GARANT Gruppe per Ende Februar mit + 11 Prozent bei den über den Verband regulierten Umsätzen bisher sehr erfreulich angelaufen. Während sich die Küchenhändler im Auftragseingang auch während des langen (und in Teilen des Landes ja nach wie vor ganz oder mit Beschränkungen andauernden) zweiten Lockdowns recht gut behaupten konnten, sei es allerdings für die Segmente Möbel und Betten deutlich schwieriger gewesen, zu Abschlüssen zu kommen, so Torsten Goldbecker: „Die Haptik und das Erleben sind für die typischen Zielkunden des Fachhandels in Bezug auf die Beratung und die angebotenen Produktlösungen in diesen Warengruppen elementar. Digital ist vieles möglich – aber Probeliegen oder -sitzen eben nicht. Mit den Frequenzen bzw. Terminvereinbarungen sowie vor allem auch den Abschlüssen sind unsere Partner aber in den ersten ein bis zwei Wochen der Lockerung insgesamt sehr zufrieden.“

Das Segment Bad + Haus sei hingegen vom erneuten Lockdown weitestgehend nicht betroffen, da der Schwerpunkt hier auf der Handwerksleistung liege, wie Jens Hölper ergänzend anmerkt. „Ungeachtet des zunächst auf dem Papier (noch) guten Jahresstarts bleiben wir jedoch natürlich in unserem Ausblick für das Gesamtjahr 2021 realistisch und sind uns im Klaren darüber, dass der Lockdown mit einigen Monaten Verzögerung seine Spuren in den fakturierten Umsätzen hinterlassen wird.“ Denn ob das entstandene Auftragsloch so schnell wieder aufzuholen wäre wie nach dem Frühjahr 2020, sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund fraglich, dass zum Jahresende hin die Kapazitäten in Produktion und Montage knapp werden dürften – und auch die Verbraucherstimmung sei eine andere als noch nach dem ersten Lockdown. Zudem dürften in diesem Jahr auch wieder deutlich mehr verfügbare Mittel in Freizeit und Urlaub fließen, sofern die Impfungen es zuließen. Jens Hölper resümiert: „Dennoch sind wir optimistisch, dass sich der mittelständische Fachhandel und das Handwerk vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen aufgrund seiner Struktur und Arbeitsweise erneut besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt – zumindest im stationären Bereich.“

Weiterhin Einsatz für faire Öffnungsstrategie

Die GARANT Geschäftsführung erhofft sich von den aktuellen ersten Öffnungsschritten eine deutliche Verbesserung der Lage für die angeschlossenen Fachhändler. Diesen Schritten müssen aber nun rasch weitere und weitreichendere folgen, verbunden mit einer klaren Strategie und vor allem Umsetzung in Testung, breit angelegter Impfung und digitaler Kontaktnachverfolgung. Hierbei gelte es auch, sich von einer rein inzidenzbasierten Betrachtungsweise zu lösen, die ansonsten nahezu zwangsläufig wieder zu neuen Verschärfungen bzw. Schließungen führen würde. Stattdessen plädiert die GARANT Geschäftsführung dafür, intelligente Maßnahmen auf Basis der vorhandenen Erkenntnisse und längst einsatzbereiter Technologien zu ergreifen. Es gelte nun zu zeigen, dass die akribisch ausgearbeiteten Öffnungs- und Hygienekonzepte funktionieren, und dass unter Einhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen der Kundenkontakt wieder persönlich stattfinden könne, so Hölper und Goldbecker einstimmig. Zudem sei der inhabergeführte Fachhandel sehr gut darauf eingestellt, auf Termin zu arbeiten – wenngleich gerade im Möbel- und Bettenbereich auch eine „ungesteuerte“ Frequenz für den Gesamterfolg ganz wesentlich sei.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben die beiden Geschäftsführer sich einerseits in unzähligen persönlichen Telefon- und Video-Gesprächen mit politischen Entscheidern, Ministerien, Mitstreitern aus ihrem branchenübergreifenden Netzwerk und den sozialen Medien sowie andererseits – gemeinsam mit Branchen- und Dachverbänden wie der Fachgruppe Möbel im ZGV oder dem BVDM/HDE – in offenen Briefen sowohl in den einzelnen Bundesländern als auch bundesweit aktiv für eine Wiedereröffnung der Fachhandelsgeschäfte stark gemacht. „Ein großes Lob und einen herzlichen Dank möchten wir beide zudem ganz besonders unseren Handelspartnern aussprechen, die sich unterstützend und darüber hinaus persönlich lokal in ihren Städten, Kreisen und Regionen außerordentlich eingesetzt haben bzw. weiter einsetzen, um für ein verantwortungsvolles Miteinander von Gesundheitsschutz und wirtschaftlichem Handeln zu werben. Daher wird die GARANT Gruppe weiter für eine faire und einheitliche Öffnungsstrategie in der Möbelbranche und im gesamten Einzelhandel kämpfen.“